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Studio!Sus: Was ist eigentlich Free and Open Source Software?

Aaron Seigo: Hinter freier Software steht die Idee, dass Software mehr als Funktionaliät zur Verfügung stellen sollte. Nicht freie Software beschränkt, wie und wo man sie nutzen kann; bei Freier Software hat jeder das Recht sie zu nutzen wo, wann und wie er möchte, sie an andere weiter zu geben, sie zu ändern und sogar diese geänderte Version weiter zu geben. Allen Nutzern wird die Freiheit garantiert, die Software so zu verwenden, wie sie möchten. Es gibt keine Einschränkungen, und der zugrunde liegende Programmcode kann von jedem eingesehen werden.

(kursiv=im Heft weg gekürzter Teil)

Studio!Sus: Was hat das in der Praxis für Auswirkungen?

Aaron Seigo: Für die meisten von uns heisst Freie Software, dass wir die Software legal und jederzeit beschaffen können und sie auf so vielen Computern wie wir wollen und für jeglichen Zweck, den wir wollen, einsetzen können. Wir müssen niemanden um Erlaubnis für die Nutzung bitten und z.B. einer Firma Geld für eine solche Erlaubnis zahlen. Dies garantiert Zugang für jedermann; in der heutigen Welt, in der wir uns sehr stark auf Informationssysteme verlassen, ist dies sehr wichtig. So entsteht keine Zweiklassengesellschaft.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hurrikan Katrina. Davon waren viele Menschen in relativ armen Gebieten betroffen. Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) schaltete schon bald eine Website auf, auf der man sich registrieren konnte, um Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Es wurde als der schnellste und effizienteste Weg angesehen, die Leute zu erreichen, bzw. von den Leuten erreicht zu werden. Leider war die Website auf die neueste Version des Internet Explorer zugeschnitten; nicht etwa, weil sie Funktionen enthielt, die sonst nicht möglich gewesen wären, sondern aus Nachlässigkeit. Von Katrina waren jedoch viele arme Menschen betroffen, welche keine neuen Computer mit der aktuellsten Windows-Version besassen. Wenn FEMA offene Standards berücksichtigt hätte, und die Website auch mit einem Open Source Browser wie Firefox funktioniert hätte, wäre die Ärmsten dadurch nicht von diesem Service ausgeschlossen gewesen.

Weil die Software offen ist und keine Erlaubnis für die Benutzung braucht, heisst dies auch, dass die Software allen zur Verfügung bleibt, wenn die ursprünglichen Entwickler die Produktion einstellen; andere können die Entwicklung wieder aufnehmen. Es ist in der relativ kurzen Geschichte von Software schon viele Male vorgekommen, dass ein Unternehmen die Richtung geändert hat, gekauft wurde oder bankrott ging, und dass seine Softwareprodukte nicht mehr erhältlich waren. Freie Software verhindert dies, da garantiert ist, dass sie immer verfügbar ist.


  Aaron Seigo ist einer der führenden Entwickler und Community Organizer in der KDE Free Software Community. Er war eine Amtszeit als Präsident im Vorstand von KDEs weltweiter non profit-organisation tätig und publiziert zum Thema Freie und Open Source-Software und hält zahlreiche Vorträge weltweit. 



  Die Tatsache, dass die technischen Spezifikationen offen sind, ist ebenfalls nützlich, selbst wenn die meisten von uns die Software nie tatsächlich verändern. Die meisten sind keine Programmierer; aber viele, die es sind, beteiligen sich und nehmen Veränderungen vor. Daher ist Freie Software in so vielen Sprachen und mit so vielen lokalen Anpassungen verfügbar (z.B. lokale Kalender- und Geldsysteme). Selbst für Märkte, die zu klein sind als dass es sich lohnen würde, kommerziell für sie zu entwickeln, steht Freie Software in den entsprechenden Sprachen und mit den entsprechenden Lokalisierungen zur Verfügung.

Die Offenheit erlaubt es auch, dass Fehler in der Software gefunden und gemeinsam behoben werden, anstatt sich auf die gute Arbeit einer zentralen Kontrollinstanz zu verlassen. In der Ära des Internets und der zunehmenden Bedeutung von Computersicherheit, ist dies ein grosser Vorteil; abgesehen davon möchten wir alle Software, die gut funktioniert.

Studio!Sus: Was heisst das für die westlichen Länder, in denen proprietäre Software wie Windows einfach verfügbar ist und in den gängigen Sprachen zur Verfügung steht? Und welche weiteren Implikationen gibt es für die Menschen rund um die Welt?

Aaron Seigo: Die technischen Konsequenzen sind vielleicht die offensichtlichsten aber auch am wenigsten spannend. Freie Software führt allgemein zu qualitativ höherstehender Software über die Zeit. Mehr Leute können sich daran beteiligen, die Software zu verbessern und sicherstellen, dass sie das leistet, was die Nutzer wirklich brauchen; dies geschieht auch tatsächlich. Dank dieser Tatsache ist freie Software seit Jahren führend in der Softwareindustrie in Bezug auf Innovation und Qualitätsstandards. Ein Beispiel dafür ist, wie das Linux-Betriebssystem neu definiert hat, was in Bezug auf Leistung und Stabilität auf Servern akzeptabel ist. Ein weiteres Beispiel sind Webbrowser: Die freie Software Webkit steckt in Apples Safari, Nokias Qt auf mobilen Geräten und Googles Chrome (um nur wenige zu nennen), und auch Mozillas Firefox ist Freie Software. Die innovativsten und qualitativ hochstehenden Webbrowser sind nicht zufällig allesamt Freie Software.

Die wirtschaftlichen Implikationen sind vielleicht subtiler: Eine Regierung, Schule oder Firma ist nicht mehr länger auf nur einen Verkäufer für ihre Software angewiesen. Dank der Offenheit von Freier Software, wird sie zu einem Handelsgut wie Tuch, das jeder mit verarbeiten und vertreiben kann. Im Gegensatz zu anderen Gütern jedoch, ist Software nie Mangelware wenn sie offen ist: Neue Kopien können praktisch ohne Kosten erstellt werden. Wenn sich eine Firma z.B. entschliesst, Linux als Betriebssystem für ihre Webdienste zu verwenden, kann sie wählen, mit welchem Anbieter sie zusammen arbeitet und diesen auch später wechseln. Damit entsteht ein freier Markt für den besten Service, der häufig lokale Wertschöpfung ermöglicht. Proprietäre Software fördert monopolistische Strukturen in denen jedes Software-Produkt einen Hersteller hat, der seine Erhältlichkeit und den Vertrieb weltweit kontrolliert. Daneben führt Freie Software in der Regel dank tiefen oder keinen Lizenzgebühren und typischerweise tieferen Service-Anforderungen auch zu tieferen Besitzerkosten.

Die bisher genannten Konsequenzen verblassen jedoch im Vergleich mit den sozialen Folgen: Freie Software ist wesentlich für das kontinuierliche Funktionieren von Demokratie und die Garantie für Freiheit von Menschen überall. Heutzutage verlassen wir uns auf Software, um zu kommunizieren, Staaten zu regieren, in der Bildung und für Finanzsysteme. Es ist daher entscheidend, dass alle Leute Zugang zu diesen Technologien haben, um gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben zu können. Gerade in den gesellschaftlich wichtigen Funktionen ist es auch entscheidend, dass jeder ein bestimmtes Softwarepaket auf Korrektheit und Sicherheit hin überprüfen kann.

Wenn wir uns nicht entschlossen hätten, uns so sehr auf Software zu verlassen für die täglichen Verrichtungen in unserer Gesellschaft, wäre dies vielleicht nicht so wichtig. Wir haben es jedoch getan, und es hat uns viele Vorteile gebracht. Jetzt müssen wir sicher stellen, dass wir mit diesem Sich-Verlassen auf Technologie nicht Informations-Ghettos schaffen, wo diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, teilzuhaben, ausgeschlossen sind oder die Kontrolle dieser Systeme in den Händen einer kleinen Zahl von Konzernen liegt.
Die meisten Menschen stimmen überein, dass wir ein Recht auf Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit und politische Mitbestimmung haben. Proprietäre Software widerspricht der Idee, dass alle Menschen diese Freiheiten haben sollten, durch ihre Systeme von Kontrolle und Mangel an Garantien in Bezug auf Verfügbarkeit. Freie Software untersteht rechtlich bindenden Lizenzen, welche garantieren, dass jeder die Software in seiner eigenen Sprache und auf seinem eigenen Computer nutzen kann, ohne dass ihm jemand dieses Recht nehmen könnte.

Studio!Sus: Wo wird Freie Software verwendet? Ist es vor allem eine Nische für Idealisten und Geeks?

Aaron Seigo: Freie Software wird heute praktisch überall verwendet, auch wenn viele Benutzer dies gar nicht wissen. Freie Software betreibt den Grossteil des Internets, ermöglicht das gesamte DNS-System (domain name system), die meisten Emailsysteme und etwa zwei Drittel des Webs. Das Web selbst hat als eine Sammlung von Freier Software angefangen; ohne Freie Software würde es in seiner heutigen Form wohl kaum existieren. Wenn du in letzter Zeit Google, Yahoo oder Facebook benutzt hast, hast du einen Service verwendet, der auf Freie Software zurück greift, um sein Angebot zur Verfügung stellen zu können.

Wenn du Firefox, Google Chrome oder Apple Safari benutzt hast, hast du Freie Software auf deinem Desktop oder Laptop benutzt. Wenn du ein Android Telefon besitzt oder eines der anderen zahlreichen Telefone auf Linux-Basis auf dem Markt, hast du Freie Software benutzt, um Telefonanrufe zu tätigen oder deine Kontakte zu verwalten. Wenn du einen Laserdrucker oder einen W-LAN-Router zu Hause oder im Büro hast, hast du fast sicher Freie Software benutzt, um zu drucken oder online zu gehen. Freie Software hat also ihren Eingang in fast alle Lebensbereiche gefunden.

Viele entscheiden sich auch bewusst dazu, Freie Software zu verwenden, indem sie Software-Systeme für ihre Büroserver auswählen oder für ihre Desktops, Laptops und Netbooks. Während es also viele gibt, die Freie Software "aus Versehen" verwenden und sich darauf verlassen, gibt es hunderte von Millionen, die sich aktiv dafür entschieden haben. Die grösste Anwendergruppe ist vielleicht Brasilien, wo 52 Millionen Schüler KDE Plasma Desktop auf Linux im Unterricht verwenden.)

Studio!Sus: Wenn Freie Software kostenlos ist, warum stellen die Leute sie dann her? Gibt es auch bezahlte Entwickler freier Software?

Aaron Seigo: Es gibt viele Motivationen an Technologie zu arbeiten, die nicht mit obligatorischen Lizenzgebühren verbunden ist. Eine ist aber tatsächlich, dass man dafür bezahlt wird: Freie Software ist heutzutage "big business", mit Industriegiganten wie IBM oder Google dahinter. Sowohl IBM als auch Google verdienen mit Freier Software jedes Jahr Milliarden, während tausende von Start-Ups ohne Freie Software nicht möglich wären.

(Ein solches Start-Up ist Red Hat, das seit seiner Gründung in den 1990-ern zu einem Milliarden-Konzern geworden ist. Für viele gibt es also einen monetären Anreiz.)

Manche machen mit, weil sie einfach gerne Software entwickeln und dies gerne in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten tun. Diese Leute zu fragen, warum sie dies tun, ist als ob man einen Maler fragte, warum er malt oder Leonardo DaVinci fragte, warum er Tag für Tag mit solcher Leidenschaft und Energie tätig war.

Andere beschäftigen sich mit Freier Software, weil sie technologische Grundlagenforschung betreiben. Für solche Forscher bietet Freie Software die Möglichkeit, ihre Resultate und Ideen in Software zu implementieren, die tatsächlich verwendet wird. So werden die Resultate verbreitet, und es findet auch Transfer von der Praxis zurück in die Forschung statt.

(Die Software kann ausserdem einem "Peer Review" Prozess unterzogen werden, ähnlich wie dies in den anderen Wissenschaften üblich ist.)

Wieder andere beteiligen sich, weil sie die sozialen Vorteile von Freier Software umgesetzt sehen wollen. Für viele ist es eine Mischung aus dem oben Genannten. Es ist genau, was wir erwarten, wenn Partizipation möglich ist: Viele Menschen mit vielen unterschiedlichen Motiven beteiligen sich.

Studio!Sus: Wie funktioniert die Zusammenarbeit und das Management, wenn jeder mitmachen kann?


Aaron Seigo: Jedes Open Source Projekt hat eine "Community", die dahinter steht. Dazu gehört erstmal jeder, der sich beteiligt. Es gibt jedoch einzelne Personen oder Teams, die Änderungen absegnen können und entscheiden, was in die offizielle Version einer Software aufgenommen wird. Dies ist entweder der Gründer des Projekts, oder es sind Programmierer, die entscheidend zu dem Projekt beigetragen haben und entsprechend vom Rest der Gemeinschaft als Autoritätsperson anerkannt werden, welche solche Entscheidungen treffen kann. Bei KDE ist es z.B. so, dass jede Software einen "Maintainer" hat, welcher im Streitfall das letzte Wort hat. Diejenigen, die regelmässig beitragen, können aber auch Änderungen absegnen und selbst vornehmen. Für diese Änderungen gibt es einen peer review Prozess. Die Weiterentwicklung der Software steht also für alle offen, aber es gibt Mechanismen, um die Änderungen zu verwalten.

Studio!Sus: Ist Freie Software sicher?

Aaron Seigo: Keine Software ist immer perfekt sicher. Freie Software hat jedoch eine bessere Erfolgsbilanz bezüglich Sicherheit als proprietäre Software. Das liegt daran, dass nicht nur jeder die Technik anschauen und den Grund für Probleme wie z.B. Sicherheitslücken ermitteln kann, sondern diese auch gleich beheben kann. Dadurch werden mehr Sicherheitslücken schneller entdeckt und schneller behoben. Proprietäre Software schleppt oft bekannte und (zumindest der Öffentlichkeit) unbekannte Sicherheitslücken lange herum, weil es nur eine Stelle gibt, die sie beheben kann. Leider ist es für ein Unternehmen oft nicht rentabel, alle Mängel in ihrer Software zu beheben oder sie überhaupt erst zu suchen. Freie Software erlaubt es, diese Bürde auf alle Beteiligten zu verteilen. Jeder Beteiligte (Firma, Staat oder Bürger) kann soviel beitragen, wie er kann, und gemeinsam kommt eine unglaubliche Menge an Aufwand zusammen, die kein einzelner Akteur jemals allein leisten könnte.

Eine Sorge, die Leute bezüglich Freier Software haben, ist dass es zu Qualitäts- und Sicherheitsproblemen kommt, wenn jeder die Software verändern kann; viele Unbekannte können zuwerke gehen. Dies passiert jedoch nicht, weil in der Praxis jede Software von einer Gruppe von Entwicklern betreut wird, welche Änderungen verwalten. Nur Änderungen, die die Software verbessern, werden in die offiziell vertriebenen Versionen aufgenommen. Während Freie Software also offen für Partizipation ist, werden die Resultate dieser Partizpiation von den Communities um diese Software sorgfältig verwaltet und so stetige Qualität sicher gestellt.

Studio!Sus: Würdest du sagen, dass Linux eine echte Alternative für den Durchschnitts-User darstellt, oder ist es immer noch nur für Computer Profis?

Aaron Seigo: Linux wird bereits von fast jedem im Internet benutzt und von den meisten Leuten mit smart phones; die Benutzung geschieht allerdings "versteckt". In diesem Sinne ist es definitiv bereit für den Durchschnitts-User von heute.

Wenn wir den täglichen Gebrauch auf einem Laptop oder Netbook betrachten, als Ersatz für Microsofts Windows oder Apples MacOS, hängt es davon ab, wofür man seinen Computer benutzt. Für die grosse Mehrheit der Leute ist Linux absolut geeignet. Die meisten Leute benutzen ihren Computer um im Internet zu surfen, mit anderen via Email, Instant Messaging, Skype, etc. zu kommunizieren, oder um Dokumente zu erstellen mit einem Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- oder Präsentationsprogramm. Für diese Nutzer ist Linux eine bestens geeignete Arbeitsumgebung, insbesondere da Dateiformate wie Microsoft Office und online Dienste bestens funktionieren.

Wenn es etwas gibt, dass einen an Windows oder MacOS bindet, wie z.B. eine proprietäre Software, die es nur für diese Plattformen gibt, oder wenn man unsicher ist, ob du man sein ganzes Betriebssystem ersetzen möchte, gibt es auch die Möglichkeit einzelne Programme wie Firefox und die Mehrheit der KDE-Anwendungen für diese Betriebssysteme herunter zu laden. Das ist eine gute Möglichkeit, Freie Software auszuprobieren, ohne gleich einen vollständigen Wechsel vorzunehmen.

Denjenigen, die Freie Software auf ihrem Laptop oder Desktop laufen lassen wollen, empfehle ich, online nach Unternehmen zu suchen, die Computer mit vorinstalliertem Linux anbieten, wie z.B. Dell oder Open-Pc.com. Das überwindet die grösste Hürde: Das Installieren des Betriebssystems und das Sicherstellen, dass alle Hardware funktioniert.

Studio!Sus: Was möchtest du unseren Lesern zum Schluss noch gerne auf den Weg geben?

Aaron Seigo: Es gibt nichts, das so unantastbar, wertvoll und zentral ist für unsere Identität als Menschen wie die Information, die wir kreieren, erhalten und miteinander teilen. Wir speichern unsere Gesetze und Verordnungen in Software, wir gewähren Zugriff auf Sozialprogramme mittels Software, wir verwalten unsere Patienteninformationen mit Software und zeigen anderen unsere Familienfotos mit Software.

Ich möchte daher alle ermuntern, Software nicht nur als ein Werkzeug zu betrachten, wie einen Hammer oder eine Säge. Sie ist eine Infrastruktur, der wir viele wichtige und wertvolle Dinge unseres täglichen Lebens anvertrauen. Es gibt zahlreiche gute ökonomische und technologische Gründe, sich für Freie Software zu entscheiden. Der wichtigste Grund ist jedoch der Wert, den wir Privatsphäre, Fairness und unseren Erinnerungen beimessen.

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