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Wir verwendn jeden Tag eine Unzahl verschiedener Gegenstände. Für nahezu alle diese Produkte findet man eine nach den Prinzipien des Ecodesigns hergestellte variante. Die nachfolgenden Beispiele sollen aufzeigen, wo wir entsprechende Gegenstände in unseren Alltag einbauen können.

Susanne Dröscher

 

Da bei den meisten Produkten nur ausgewählte Aspekte der Nachhaltigkeit umgesetzt werden, ist eine abschliessende Bewertung allerdings schwierig. Ein Produkt mag beispielsweise mit Rücksicht auf die Umwelt produziert sein, aber unter unzureichenden sozialen Bedingungen für die Mitarbeiter. Der hier beschriebene Tag mit Ecodesign Produkten ist daher als eine Ideensammlung zu verstehen.

beispiele
MÖBEL AUS KARTON (1)
: Ein gesunder Schlaf ist wichtig und wenn man sich diesen in einem ökologisch unbedenklichen Bett holt, bleiben Alpträume nahezu sicher aus. Wer seine Matratze nicht einfach auf den Boden legen will, für den ist ein Bett aus Karton eine gute Alternative [1]. Die Einzelteile werden gefaltet und gesteckt. So kann das Bett in der Breite beliebig bis auf max 180cm erweitert werden. Die Wellpappe wird aus Altpapier hergestellt und der benötigte Kleber wird aus Kartoffelstärke gewonnen. Zur Entsorgung geht das gute Stück daher einfach zur Kartonsammlung.

MOBIL DANK BAMBUS (2): Für den Weg zur Arbeit oder in die Uni ist ein Bambusvelo genau das richtige. Dieses bekommt man entweder von «bamboocycles» [2] oder man baut es sich gleich selbst [3]. Da Bambus extrem belastbar, zugleich aber auch leicht und biegsam ist, stellt er einen idealen Werkstoff für den Velorahmen dar. Auch in Bezug auf den CO2-Ausstoss ist der Bambusrahmen einem Metallrahmen vorzuziehen. Hier wird zum einen während der Herstellung gespart, zum anderen setzt Bambus während des Wachstums rund 30% mehr Sauerstoff frei als Laubbäume – ist also ein positiver Beitrag zu reinerer Luft.

SCHREIBEN MIT GUTEM GEWISSEN (3): Die Notizen in der Vorlesung werden selbstverständlich mit dem «STABILO GREENpoint» [4] gemacht. Dieser besteht zu 98% aus recycliertem Kunststoff (PP) und die Tinte ist frei von Gift- und Schadstoffen. Der Stift ist C2C-zertifiziert und zeigt, dass auch in der Wahl von simplen Alltagsgegenständen ein kleines Stück Verantwortung bei jedem von uns liegt.

ERGONOMISCH UND ÖKOLOGISCH EINWANDFREI SITZEN (4): Auch der Schreibtischstuhl, auf dem man zum Studieren am Nachmittag sitzt, ist ein C2C-Produkt. Der «Zody Task Chair» [5] kombiniert verschiedene ebenfalls zertifizierte Materialien und kann daher zu 98% rezykliert werden. So kommt der Bezugsstoff beispielsweise von der Firma Climatex (siehe Artikel «Warum Cradle to Cradle?»). Die gesamte Produktionsanlage wird ausserdem mit Windenergie betrieben und es wird auf kurze Transportwege geachtet.

SPORT IM KOMPOSTIERBAREN SHIRT (5): Beim abendlichen Waldlauf trägt sich die Sportbekleidung von Trigema [6] besonders gut. Dank intensiver Forschung sind die Fasern und Farben vollständig kompostierbar und so bringt ein T-Shirt nach dem Tragen gar noch Nährstoffe zurück in den biologischen Kreislauf. Das Unternehmen legt zusätzlich grossen Wert darauf, dass sich in den Produktionsstätten sowie in den Betrieben der Lieferanten wirtschaftliches Interesse und sozial- und umweltverträgliches Handeln nicht ausschliessen und produziert ausschliesslich vor Ort.

NACHHALTIG FRISCH GEWACHSEN (6): Nach dem Lauf geht es erstmal unter die Dusche und die Haare werden mit einem der «Pantene Pro-V natureFUSION»-Produkte [7] gepflegt. Diese bestehen rein aus natürlichen Inhaltsstoffen und sind damit weniger belastend für das Abwasser. Zusätzlich basiert die Verpackung bis zu 59% auf Zuckerrohr.

RECYCLED ENTSPANNEN (7): Um noch ein wenig zu entspannen, macht man es sich nun auf dem «Pixelstart» [8] gemütlich. Der Holzrahmen ist aus einem alten Schrank gebaut, der auf dem Sperrmüll lag, und auch die Schaumstoffteile für die Polster sind vor dem Ende auf der Mülldeponie gerettet. Im Bezug wurden Altkleider verarbeitet. Ein wahres Trash-Produkt also!

UMGELENKTES LICHT (8): Obwohl es draussen schon etwas dämmert, ist das Zimmer immer noch ausreichend beleuchtet. Dies geschieht dank dem «In-Lighten» Lichtregal [9], das im oberen Bereich des Fensters installiert wird und durch seine reflektierende Oberfläche das Licht bis weit in den Raum hinein streut. Neben den recyclierbaren Materialien, die verarbeitet wurden, werden so auch durch die erreichte Energieeinsparung Ressourcen geschont.

...und wenn es dann Zeit zum Schlafen ist, bietet dieser Artikel hoffentlich
ausreichend Stoff zum Träumen!

by-nc-nd

QUELLEN:

  1. www.kartonbett.ch
  2. www.bamboocycles.com
  3. www.berlin-bamboo-bikes.org
  4. www.stabilo.com
  5. www.haworth.com
  6. www.trigema.de
  7. www.pantene.com
  8. www.recyclingboerse.org
  9. www.kawneer.com