sustainability – your responsibility.

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Ein bewusster Umgang mit psychischer und physischer Energie ist wichtig.
Energie ist vermutlich eines der vielsagendsten und am häufigsten verwendeten Worte unserer Alltagssprache. «Energie» ist in Naturwissenschaften, Philosophie, Theologie, Wirtschaft, Staat, Verkehr und Gesundheitswesen omnipräsent – und damit für viele kaum mehr fassbar. In der ursprünglichen Bedeutung des griechischen Wortes Energeia bedeutet es die Tätigkeit, aber auch die daraus resultierende Wirkung: Kraft und Macht. Alles soll effizient und kraftvoll sein! Was natürlich wie von selbst Machtlosigkeit und Tatenlosigkeit am anderen Ende der Skala produziert: Beispiele auf der materiellen und der psychischen Ebene sind Arbeitslose, Burn-out-Syndrom und unreflektierte Verschwendung aller Energieträger. Weil letztlich alles in irgendeiner Form als Energie verstanden werden kann, erscheint sie als so selbstverständlich, dass sie von den meisten Menschen aus dem Alltagsbewusstsein verdrängt und nicht aktiv aufgearbeitet wird.

Kaum jemand in unseren Breitengraden weiss, wie viel Energie er/sie tatsächlich verbraucht. Man kennt seine Stromrechnung nicht, lebt schon als junger Mensch häufig über seinen baren Geld-Verhältnissen und als Berufstätige/r dann im Dauerstress, d.h. im energetischen Extremzustand. Vitalität, Schwingungen, Chakren usw. sind nicht nur für abgehobene Esoteriker/innen gängige Synonyme für persönliche Energie geworden. Aber: Der persönliche Energiehaushalt ist meist noch weniger bekannt als der elektrische Verbrauch, was die stetig steigenden Krankheitskosten untermauern. Krankheit ist ja letztlich immer ein Energieungleichgewicht, nur verdrängen wir diese weise Sicht aller alten Kulturen – mindestens solange die Energie «Geld» für partielle Reparaturen am als Maschine verstandenen Körper zur Verfügung steht.

Was lernen wir für unser Leben aus all den harten und weichen Energie-Fakten? Energie auf der geistigen Ebene ist wohl die Schlüsselgrösse, die sehr viele andere Energien in Bewegung setzt. Angesagt sind innere Motivation, sich Gefühlen öffnen, sie besprechen und aufarbeiten und Interesse am Geschehen bei sich und seinen Mitmenschen zeigen. Es lohnt sich, persönliche Energiearbeit bewusst zu pflegen, mit käuflicher Energie bewusst umzugehen und beide in die tägliche Agenda aufzunehmen – nach Feierabend ist die Freude über die vielen kleinen Resultate gross und lässt sich am nächsten Tag weiter mehren!

Susanna Fassbind doziert über «Marketing für Nachhaltigkeit» an der ETH und arbeitet als freie Marketingexpertin.